Seiten
IMG_1567

20 Jul Gesamtsieg für Connor Baxter

Mit seinem Sieg in der Long Distance (10.000m) und dem zweiten Platz im Sprint ist der Weltranglisten Erste Connor Baxter, Gesamtsieger beim CAMP DAVID SUP World Cup auf Fehmarn.

Spätestens nach dem letzten Durchlauf am Samstag war klar, dass das Long Distance Race für die Sportler alles andere als eine leichte Aufgabe werden würde. Aufgrund der Wetterbedingungen wurde der Startpunkt des Rennens spontan 5 Kilometer nach Osten verlegt, um es den Paddlern möglich zu machen, den Großteil der Strecke Downwind zu fahren. Trotzdem wurde es für die Fahrer ein harter Kampf.

Der Hawaiianer Connor Baxter konnte die Bedingungen dabei am besten nutzen und setzte sichnach einem harten Kampf mit Kai Lenny im letzten Drittel der Strecke ab. Das Ziel erreichte er dann schließlich mit einem Vorsprung von rund 100 Metern. „So eine lange Strecke Downwind zu fahren war echt der Hammer“, sagte der strahlende Sieger. „Vielen Dank an die Organisatoren“. Der Kampf um den zweiten Platz war deutlich spannender. Dem Australier Jake Jensen gelang es erst auf den letzten Metern, beim Sprint durch das Flachwasser, an Zane Schweitzer vorbei zu sprinten. Schweitzer gab sich dabei sportlich. „Das ist schon ärgerlich, aber herzlichen Glückwunsch an Jake. Nächstes Jahr gewinne ich“. Kai Lenny, der im Sprint Race noch den Sieg davontragen konnte, wurde Vierter und landete auf Platz zwei der Gesamtwertung. Dritter wurde Jake Jensen.

10492422_10152584592347140_6242832188245140607_n

Auch bei den Frauen stand die Siegerin schnell fest und Lina Augatis konnte sich den Sieg in der Long Distance sichern, was ihr automatisch den Gesamtsieg einbrachte. Auch die Platzierungen der Ränge 2 und 3 waren gleichbedeutend mit der Gesamtplatzierung. Einen Platz hinter Augatis landete die Französin Olivia Piana, dahinter, auf Platz drei, Carla Scheller.

Neben den Profis traten auch ambitionierte Amateur Paddler beim Long Distance Rennen an und lieferten sich einen harten Kampf mit den Wetterbedingungen und ihrer Konkurrenz. Als Reaktion auf die harten Bedingungen wurden die Strecken der Amateure  von der Rennleitung geändert. Da die Teilnehmer der 5.000 Long Distance Strecke einen große Teil gegen den Wind paddeln musste, wurde die Strecke um die Hälfte auf 2.500 Meter verkürzt. Die Amateure, die ursprünglich über die 10 Kilometer Distanz gehen wollten, starteten mit dem Profis von dem verlegten Startpunkt und mussten von dort aus 7,5 Kilometer weit paddeln. Das Rennen über die 2.500m gewann der Italiener Claudio Nika, vor dem aus Lübeck stammenden Lennart Schulenburg und Simon Post aus Hamburg. Den Sieg über die 7,5 Kilometer lange Strecke holte der Pole Marcin Hokusz. zweiter wurde Nils Lombors aus Dänemark, Platz drei sicherte sich der Berliner Colori Schilling. Bei den Damen erreichte Katarina Wilcken aus Hamburg nach gut 42 Minuten als Erste das Ziel. „Das ist der größte Erfolg meiner Karriere. Ich hätte aber keinen Meter mehr fahren können, so etwas Anstrengendes habe ich noch nie gemacht“, so die 25-Jährige, die Bettina Kohl (Hamburg) und Claudia Haese (Sommerland/Schleswig-Holstein) auf die Plätze zwei und drei verwies.

Sowohl den professionellen SUPlern als auch den Amateuren war deutlich anzumerken, dass die harten Bedingungen ihren Tribut forderten und die Rennen auf Fehmarn unerwartet zu den härtesten der Saison zählten. Die Deutsche Profi-Paddlerin Noelani Sach scheiterte beispielsweise an den 10.000m und schied aus. Der nächste Halt der Stand Up World Series ist in den USA. Mal sehen, ob der Pazifik mit unserer Ostsee mithalten kann.