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24 Feb SUPlerin des Monats – Fiona Wylde

2016 war das Jahr vonFiona Wylde. Erstmals in ihrer Karriere konnte die 20-jährige die Weltmeisterschaft in der Stand Up World Series feiern. Der Höhepunkt ihrer bisherigen SUP Karriere, die sie im Mai 2015 aufgrund einer ärztlichen Diagnose schon gefährdet sah.

Fiona Wylde wurde in Hood River, einer Kleinstadt im Bundesstaat Oregon (USA) geboren. Da sowohl ihr Vater als auch ihre Mutter begeisterte Windsurfer sind ist Wyldes Affinität zum Wassersport gewiss kein Zufall. Als sie gerade erst schwimmen konnte, nahm sie ihr Vater mit aufs Surfbrett. Mit fünf Jahren wagte sie dann, unter Anleitung ihrer Eltern, ihre ersten eigenen Schritte auf dem Surfbrett. Nur sieben Jahre später ließ sie sich das erste Mal mit einem Kite über das Wasser ziehen, bevor sie mit 14 dem Stand Up Paddling verfiel. Ihre Spielwiesen waren der Pazifik an ihrem Geburtsort, sowie der Golf von Kalifornien, wo die Familie im mexikanischen Los Barriles, ebenfalls ein Paradies für Wassersportler, den Großteil das Jahres verbrachte.

Windsurfen mit fünf, Kitesurfen mit 12, Stand Up Paddling mit 14

Schon nach kurzer Zeit nahm Wylde an allen Major Events in Nordamerika teil, wo sie durchweg gute Ergebnisse erzielen konnte. Neben dem Stand Up Paddling blieb Fiona Wylde auch dem Windsurfen treu und konnte 2014 sogar den PWA World Tour Youth World Championship Titel gewinnen. Seit dieser Zeit nimmt sie regelmäßig beim World Tour Stop auf Maui teil, wo sie in den vergangenen Jahren eindrucksvolle Ergebnisse einfahren konnte. Nach zwei zweiten Plätzen sicherte sie sich 2016 den vierten Rang. Dass die 20-jährige also auch bei der Wave World Tour im Windsurfen teilnehmen könnte, steht außer sicherlich Frage. Die Begeisterung am SUP blieb jedoch größer.

2015 bekam Fiona Wylde eine ärztliche Diagnose, mit der sie ihre komplette sportliche Zukunft in Gefahr sah. Schon länger vor dem entsprechenden Arztbesuch konnte die damalige Teenagerin nicht mehr die Leistung bringen, die sie von sich gewohnt war und fühlte sich auch im Alltag schwach und ausgelaugt. Ein dauerndes Durstgefühl war ein weiteres Symptom, welches den Arzt schließlich dazu veranlasste einen Blutzuckertest durchzuführen. Das Ergebnis der Diagnose: Diabetes Typ 1. Eine Hiobsbotschaft, die sie ausgerechnet am Tag ihres High-School-Abschlusses erhielt.

„Ich lebe mit Diabetes aber Diabetes ist nicht mein Leben“

Für einige Sportler wäre dies wohl ein großer Rückschlag, doch für Wylde war es nur eine weitere Herausforderung die es zu meistern galt. Trotz einiger Umstellungen, beispielsweise in der Ernährung und das tägliche Messen des Blutzuckers und das Spritzen von Insulin, lebt die 20-jährige ein ganz normales und sportlich anspruchsvollen leben. „Ich lebe mit Diabetes aber Diabetes ist nicht mein Leben“. Dies ist das Motto von Wylde, die auf dem Wasser vor allem nach Spaß sucht. Dass aus diesem Spaß auch schnell Erfolg werden kann, bewies sie schon mehr als einmal.

Um ihrem Vorbild Gerry Lopez, der 1999 zum „Waterman of the Year“ gekürt wurde, nahe zu kommen muss Fiona Wylde sicher noch ein zwei Schippen drauf legen.

Wenn sie so weiter macht wie bisher ist sie jedoch auf dem besten Wege.